Das doppelte Lottchen – Honor 10 und Panasonic Lumix TZ 71 in der Fotografie und ein bißchen Apple

Draussen fotografieren ist im Herbst bei grellem Licht gemischt mit Schatten eine echte Herausforderung. Deshalb wollte ich pure Fotos vom Smartphone und von einer Solokamera im Bildervergleich.

Da bot sich das Honor 10 an mit einem 24 MP Monochromsensor und einem 16 MP Farbsensor und die bewährte Panasonic Lumix TZ 71 mit 12 MP – eben Mittelklasse für Golffahrer und knapp bei Kasse.

Das Honor hat eine Dualkamera mit Festbrennweite und die Panasonic Lumix TZ71 hat eine Linse von 24 bis 720. Beides ist gegenseitig nicht ersetzbar aber als Duo gut nutzbar für unterwegs und ohne großen Aufwand.

 

Wie ist denn die Bildqualität im Vergleich?

Dazu einige Beispiele im Vergleich am Monitor aufgenommen.

Hier sieht man das Foto, um das es geht. Es hat alles, was kompliziert ist: wechselnde Lichtverhältnisse, grobe und feine Strukturen und unendliche Vielfalt – eben das, was wirklich da ist.

Die Festbrennweite des Honor 10 liegt ungefähr bei 27mm. Die Bildgröße des Farbsensors liegt bei 16 MP, während der monochrome Sensor 24 MP hat. Ob auch im Pro-Modus die Infos des monochromen Sensors genutzt werden, weiß ich nicht, wäre aber plausibel.

Bei der Panasonic Lumix TZ71 sind es 24mm Anfangsbrennweite und 12 Megapixel.

Ich habe bei beiden Kameras auf den Baum in der Mitte fokussiert aber die Brennweiten sind verschieden. Das Honor beginnt bei F1.8 und die Lumix bei F3.3. Im Ergebnis ist das Bild vom Honor von vorne bis hinten scharf und das Foto der Lumix eher Richtung fokussiertem Baum.

Ich sehe auf dem Bild der Panasonic mehr Details am Baum aber bilden Sie sich selbst eine Meinung. Dabei handelt es sich ja um die fertige JPG-Datei.

Zusätzlich können beide Digitalkameras RAW, das Honor als DNG und die Lumix als RW2.

Wenn ich die unbearbeiteten RAW-Dateien in ACDsee öffne und die Vergleichsansicht aktiviere, sieht das Ganze so aus:

In beiden Fällen sehe ich sofort das Potential, das noch in den RAW-Dateien steckt.

Die größere Detailfülle am Baum wird schon ohne weitere Bearbeitung sichtbar.

Sie ist also in den RAW-Dateien drin und muß nur durch die richtige Software rausgeholt werden – wenn man es will oder wenn man es braucht.

Nun möchte ich noch einen Blick auf eine unschöne Ecke werfen, denn das Licht war hell und grell. Das sieht man hier sehr gut:

Die „Fehlfarben“ sind auf beiden Fotos zu sehen und müßten spätestens über die RAW-Bearbeitung rausgenommen werden können.

Fazit:

Ohne viel Zoom reicht faktisch das Smartphone, mit viel Zoom nicht.

Aber es ist auch nicht unangenehm, mehr als nur das Smartphone dabei zu haben, weil zwei hier mehr können und mehr sehen als einer allein. Und die Dualkamera im Honor ist zusammen mit der Panasonic Lumix TZ71 ein tolles Team, eben ein doppeltes Lottchen.

Um das Ganze aber noch einmal zu relativieren, habe ich im Automatikmodus noch einen Vergleich zwischen dem Apple Iphone 6s, dem Honor 10 und der Panasonic Lumix TZ71 bei 100% Ansicht hinzugefügt.

Zunächst das  Iphone 6s und die Lumix TZ71:

Und nun das Iphone 6s und das Honor 10:

So sieht die digitale Welt in der 100% Ansicht aus. Niemand muß sich hier verstecken wenn es um die Darstellung bei kilometerweiten Entfernungen der Motive auf einem Foto im Weitwinkel geht.

Und es bestätigt sich wieder einmal, neu ist nicht immer besser aber dafür öfter anders.